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Parasiten : Parasiten sind in einigen Fällen bereits durch ihren direkten Einfluss, aber auch als Überträger diverser Erkrankungen von hoher Relevanz für den Gesundheitszustand einer Schlange. Schlangen werden sowohl von Endoparasiten als auch von Ektoparasiten befallen. Zu den letzteren zählen beispielsweise Milben, zu ersteren diverse Arten von Würmern. Seeschlangen weisen eher einen Blutegel- oder Plattwurmbefall auf.
Ektoparasiten :Da Schlangen durch ihre stark verhornte Schuppenhaut recht gut gegen Bisse und Stiche geschützt sind, suchen Ektoparasiten stets Körperstellen auf, an denen die Verhornung weniger stark und die Haut dünner ist. Hierzu zählen die Kloake und der Kopf. Meist handelt es sich um blutsaugende Parasiten. Der eigentliche Befall ist zeitlich begrenzt, hat der Parasit sein Bedürfnis gestillt, lässt er wieder von der Schlange ab. Die häufigsten Ektoparasiten sind Milben, vor allem die Schlangenmilbe Ophionyssus natricis. Sie können bei schwerem Befall zu einer Blutarmut führen und begünstigen durch Vorschädigung der Haut Infektionskrankheiten. Ein Befall mit Zecken ist meist harmlos, Vertreter der Gattung Ornithodorus können Filarien (Macdonaldius oschei) übertragen. Endoparasiten :Endoparasiten können über den Verzehr befallener Beutetiere in den Körper der Schlange gelangen, es gibt aber auch Arten (wie einige Hakenwürmer) deren Larven sich aktiv durch die Haut bohren. Zu unterscheiden sind echte Parasiten der Schlangen von den harmlosen Pseudoparasiten, das heißt Parasiten, die zusammen mit dem Beutetier aufgenommen wurden, aber keine schädigende Wirkung entfalten. Außerdem können verschiedene Würmer Schlangen als Fehlwirt befallen und rufen dabei meist kaum klinische Symptome hervor. Bei den durch Einzeller hervorgerufenen Erkrankungen ist die Monocercomoniasis („Geißeltierchen-Enteritis“) von größerer Bedeutung. Der Erreger aus der Gattung Monocercomonas verursacht vor allem Erkrankungen des Magen-Darm-Kanals. Die häufig tödliche Amöbiasis (Erreger Entamoeba invadens) wird vor allem durch indirekten Kontakt durch Insekten übertragen und verursacht blutige Beimengungen des Kots. Kokzidiosen können mit blutigem Durchfall einhergehen; bei Schlangen kommen eine Vielzahl von Eimeriidae-Arten vor. Die Kryptosporidose (Erreger Cryptosporidium serpentis) geht mit Durchfall einher. Einige Einzeller wie Sarcocystis spp., Blastocystis spp. und Haemogregarina verursachen keine klinischen Symptome. Saugwürmer (Trematoden) der Gattung Ochetosoma treten bei Schlangen in der Maulhöhle auf. Der Befall ist meist harmlos. Andere Saugwurmarten können auch den Darm besiedeln und, vor allem bei bakterieller Sekundärinfektion, schwere Darmentzündungen hervorrufen. Bandwürmer treten meist nur bei wildlebenden Schlangen auf, da sie mehrere Zwischenwirte benötigen, die bei Terrarienhaltung selten in ihrer Gesamtheit vorhanden sind. Die häufigsten Bandwurmvertreter kommen aus den Gattungen Ophiotaenia und Crepidobothrium und rufen kaum klinische Erkrankungen hervor. Bei Befall mit den zweiten Larvenstadium (Plerozerkoiden) verschiedener Zestoden treten in der Haut weiche Hautbeulen auf, die die beweglichen Larven enthalten. Die artenreichste Prasitenfauna der Schlangen stellen die Fadenwürmer (Nematoden) dar. Im Darm können Spulwürmer, Haarwürmer, Oxyuren, Strongyliden (vor allem Kalicephalus ssp.) und Trichostrongliden vorkommen und bei stärkerem Befall Fressunlust, Erbrechen, Kotverhaltung und Abmagerung hervorrufen. In der Lunge können Lungenwürmer (vor allem Rhabdias fuscovenosa), Zungenwürmer (Pentastomiasis, vor allem durch Armilliferer armillatus) und Lungenmilben (Vatacarus und Pneumonyssus ssp.) eine Lungenentzündung mit Atembeschwerden und vermehrtem Schleim in den Atemwegen auslösen.
Würmer : Fadenwürmer / Nematoden: Diese Würmer können fast alle Organe befallen. Bevorzugt halten sie sich im Magen-Darm-Trakt und in der Lunge auf. Die Tiere zeigen entgegen ihrer Nahrungsaufnahme körperliche Schwäche, apathisches Verhalten sowie ein Ausblassen der Körperfärbung. Manchmal treten auch Durchfall oder eingefallene Muskelpartien und Augenhöhlen auf. Bandwürmer/ Cestoden: Diese Würmer befallen meist den Darmbereich des Tieres. Dem Körper werden dabei wichtige Nährstoffen entzogen. Meist werden durch die Larven die im Wirtskörper wandern große Schäden in Organen und Gewebe angerichtet. Saugwürmer/ Trematoden: Diese Würmer treten im Verdauungstrakt, der Harn- und Gallenblase, Niere, Leber, Lunge und im Blutsystem des Tieres auf. Sie können sowohl im Kot als auch im Urin des Tieres nachgewiesen werden. Eine Behandlung dieser Würmer ist äußerst schwierig.
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